Brainlab, mit Hauptsitz in Feldkirchen/München, entwickelt, produziert und vertreibt softwaregestützte Medizintechnik für präzise, minimalinvasive Eingriffe. Die Kernprodukte drehen sich um informationsgeführte Chirurgie, Präzisionstrahlentherapie sowie Informations- und Wissensaustausch, der die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert. Brainlab-Technologie kommt derzeit bei Behandlungen in den Bereichen Neurochirurgie, Radiochirurgie/Strahlentherapie, Orthopädie, HNO, CMF, Wirbelsäule und Trauma zum Einsatz. Das seit Gründung 1989 privat geführte Unternehmen Brainlab hat in über 95 Ländern mehr als 7.000 Medizintechniksysteme im Einsatz.

Brainlab beschäftigt weltweit 1.200 Mitarbeiter an 17 Standorten, von denen 330 Forschungs- und Entwicklungsingenieure den wesentlichen Teil des Produktentwicklungs-Teams bilden. Gemäß des „US News & World Report 2014“-Rankings kommen in allen der zehn führenden US-Kliniken für Neurochirurgie Systeme von Brainlab zum Einsatz. Der US-Markt ist zudem der wichtigste Absatzmarkt für Produkte von Brainlab.

Die in Privatbesitz befindliche Brainlab AG wurde 1989 in München gegründet. Seither führt Gründer Stefan Vilsmeier die Firma.

Mit 16 Jahren beschäftigte er sich bereits mit der Entwicklung von Software und schrieb ein Buch über 3D-Software das sich mehr als 50.000 Mal verkaufte. Das Buch und die Tantiemen ermöglichten Vilsmeier und einem Schulkameraden die spätere Gründung seiner eigenen Firma, die sich anfangs auf die effizientere Nutzung von Kernspin-Aufnahmen fokussierte.

Stefan Vilsmeier führte das Unternehmen mit zahlreichen Innovationen und neuen Geschäftsfeldern zu einem global tätigen Marktführer und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen. Neben dem Bayerischen Verdienstorden wurde er zum Entrepreneur des Jahres 2002 (Ernst & Young) gewählt sowie ein Jahre später zum „World Entrepreneur of the Year“ ernannt. Auf dem Weltwirtschaftsforum wurde Vilsmeier zum „Global Leader of Tomorrow“ gewählt.

Brainlab trägt mit seiner Soft- und Hardware dazu bei, dass operative Eingriffe dank höchster Präzision mit möglichst wenig Aufwand und dadurch zu geringen Kosten durchgeführt werden können. Das Prinzip ist immer dasselbe: Röntgenbilder oder Computertomographien des Patienten werden mit Hilfe der Software auf einen PC übertragen und zu einem virtuellen Bild verarbeitet, auf dem der Arzt seine eigenen Schritte während der Operation oder Bestrahlung millimetergenau verfolgen kann. Ein Navigationssystem, ähnlich dem eines Autos, eine Art GPS für den menschlichen Körper. Damit lässt sich beispielsweise ein Hirntumor sicherer entfernen oder die ideale Form eines Hüftimplantats bestimmen. Dank der Medizintechnik ist es möglich, Tumore effizienter zu behandeln, ohne gesunde Zellen zu beschädigen, und die Nebenwirkungen für den Patienten so gering wie möglich zu halten.

Aufgrund der wachsenden Lebenserwartung und der demographischen Entwicklung in den Industrieländern steigen die Ausgaben des Gesundheitswesens und der Bedarf an Medizintechnik stetig an. In zahlreichen Schwellenländern und aufstrebenden Volkswirtschaften wie Brasilien oder China schreitet die Entwicklung des Gesundheitswesens weiter voran. Die zunehmende Digitalisierung hat auch im Gesundheitswesen ein exponentielles Wachstum zu verzeichnen.

Die Arbeit mit medizinischen Daten in Krankenhäusern nimmt exponentiell zu, Ärzte in Operationssälen werden zunehmend von digitaler Medizintechnik unterstützt. Die technologischen Anforderungen an einen Operationssaal sind in den letzten Jahren daher erheblich gestiegen. In den kommenden Jahren werden die Anforderungen weiter steigen und das Thema Kosteneffizienz durch minimalinvasive Eingriffe weiter in den Fokus rücken. Der Medizintechnikmarkt ist maßgeblich durch die öffentliche Hand und die jeweiligen Gesundheitssysteme beeinflusst. Nicht zuletzt die wirtschaftliche Entwicklung und der steigende Versorgungsaufwand infolge oben genannter Gründe setzen das gesamte Gesundheitswesen unter Druck, (kosten-) effizientere Behandlungsmethoden zu entwickeln und anzuwenden. Die Integration von Systemen und computergestützten Behandlungsmethoden ist das Hauptgeschäft von Brainlab. Der technische Fortschritt, das zunehmende Bedürfnis nach innovativen Behandlungsmethoden auf Patientenseite führen zu einer steigenden Nachfrage fortschrittlicher Systeme, wie sie von Brainlab angeboten werden.